A journey of thousand miles (2)

Der Bewerbungsprozess hat ewig gedauert. Ich musste mich online bei AIFS anmelden und dort einen langen Bewerbungsbogen ausfüllen. Da wurde alles Mögliche über mich als Person und meine Erfahrung mit Kindern gefragt. Zunächst habe ich grundlegende Fragen über mich als Person beantwortet. Name, Alter, Herkunft, Krankheiten, Besonderheiten, Hobby, Religion, Kriminalität und soweiter und sofort. Also eigentlich ALLES was man sich vorstellen kann. Und die nächsten Seiten gingen dann sehr stark um das Thema warum eigentlich Aupair, warum Neuseeland, was ist mir wichtig, wie stelle ich es mir vor… Dafür habe ich sehr lange gebraucht. Ich wollte das ordentlich und gewissenhaft ausfüllen, da die Familien das ja auch alles lesen können und sich dafür sehr stark interessieren. (logisch oder nicht?) Außerdem muss ich dazu sagen, das ganze habe ich ja auf Englisch ausgefüllt. Ich kann jetzt Wörter auf Englisch, von denen ich nicht einmal wusste, dass es sie auf Deutsch gibt.. (leicht übertrieben.. :D)

boot

Weitere Fragestellungen gingen um die Kinderbetreuung, bzw. die Erfahrung damit. Man könnte denken „achja, bei einer Erzieherin ja nicht schwierig“. Ich sag euch, das war der komplizierteste Teil. Erst musste ich die Stunden jeweils zusammen rechnen (so ungefähr aber so genau wie es geht). Also habe ich die Jahre, Monate, Tag und letztendlich die Stunden berechnet, die ich in der jeweiligen Einrichtung gearbeitet habe. Dann kam hinzu, dass ich sämtliches Babysitting, die Jugendarbeit in der Gemeinde und das Betreuen von Geschwistern auch noch ausrechnen musste. Da ich ja sehr oft aber nicht regelmäßig auf meine Cousinen aufpasse, war das sehr, sehr schwierig. (Bei meiner Arbeit wusste ich wenigstens die Stundenanzahl pro Woche..) Naja, das haben wir dann so ungefähr ausgerechnet (eher weniger als wahr ist). Auch bei Ranger und Teenkreis habe ich es nicht mehr so genau genommen, weil das einfach sehr schwierig zum Ausrechnen war. Geschwisterbetreuung habe ich überhaupt nicht zählen lassen. Also mindestens 250 Stunden braucht man um also Aupair arbeiten zu können. Ca. 1000 Studnen verlangen die Familien die ein Aupair proffessional (also eine Ausgebildete) wollen. Ich hatte weit über 23000!! (Jaaaaaaaaa……) Und dann musste ich erklären was genau ich in der jeweiligen Kinderbetreuung gemacht habe (Alter der Kinder, Tagesablauf…). Außerdem musste ich einen „Brief“ über mich an die Gastfamilien schreiben. Im Endeffekt habe ich da noch einmal lauter Dinge hineingeschrieben, die ich eh im Bewerbungsbogen schon einmal ausgefüllt hatte. Aber das hat mir irgendwie Spaß gemacht. Obwohl es echt schwierig in Englisch war. Und ich habe ein Video gedreht, welches die Gastfamilien sich anschauen konnten. Das war mit Abstand der witzigste und peinlichste Teil der Bewerbung.. Zuletzt habe ich sämtliche Dokumente hochgeladen wie beispielsweise Referenzen, Reisepass, Ausweis, Führerschein….

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So, die Bewerbung war also nach Wochen soweit, dass ich zum Interview gehen konnte. Mir wurde eine ganz liebe Interviewerin zugeteilt. Mit dieser habe ich die Bewerbung noch einmal überarbeitet und durch gesprochen. Dann wurden mir von ihr Fragen über mich auf Englisch gestellt, auf die ich antworten musste. Das ist mir erstaunlich leicht gefallen. Nach dem Interview wurde meine Bewerbung und der Interviewbericht an die Geschäftsstelle von AIFS in Bonn weitergeleitet. Dort wurde sie geprüft und dann wieder weitergeleitet an die Geschäftsstelle in Neuseeland. Auch dort wurde sie noch einmal geprüft und dann wurde sie an die Familien freigestellt. Man hat mir gesagt ich soll mir keine Sorgen machen, wenn sich erstmal keine Familien melden, das ist normal. Meine Bewerbung hat wohl großen Eindruck gemacht, denn sofort, nach nur ein paar Stunden haben sich zwei Familien gemeldet. Einen Tag später eine dritte. Ich war total überwältigt. Ich habe dann mit den Familien über Skype so etwas Ähnliches wie ein Vorstellungsgespräch gemacht. Wir haben uns kennengelernt, sie haben mich sehr viel über meine Vorstellungen des Aupairjahres gefragt, ich habe sie sehr viel gefragt… (unter anderem habe ich gefragt, was sie an meiner Bewerbung angesprochen hat, folgendes: die Erfahrung mit Kindern, meine Persönlichkeit und die Erfahrung mit dem Autofahren..)

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Mit allen drei Familien habe ich mich sehr gut verstanden. Es fiel mir dann sogar sehr schwer mich zwischen zwei Familien zu entscheiden. Und ich glaube sehr stark, dass ich mich für die Richtige Familie entschieden habe… Tja, dann wurde eigentlich nur noch Flug und weitere Dinge organisiert und in schon 11 Tagen bin ich am Weg auf die andere Seite der Welt.

 

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