Au Pair Alltag

„Wie sieht eigentlich dein Alltag als Au Pair aus?“ – die meist gestellteste Frage.  Endlich kommt nun mein Beitrag über meinen Au Pair Alltag online. (Ich verspreche nie wieder zu einer bestimmten Zeit einen Beitrag zu verfassen – das haut nicht hin!!) Also, es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat. Lange habe ich überlegt wie ich möglichst alles, was mit meiner ‚Arbeit‘ als Aupair zu tun hat in einem Beitrag verpacke. Ich glaube jetzt habe ich eine ganz gute Idee.. Ich darf und will keine Bilder von den Kindern hier im Internet zeigen, deshalb gibt es heute einen eher Textreichen Beitrag!! Vor erst muss ich erklären, dass mein Gastjunge, F., (2 Jahre) bis jetzt noch jeden Mittwoch und Freitag in Daycare geht. Allerdings haben die Eltern entschieden, dass er nun die ganze Woche zuhause sein soll, weil das besser ist als in der Einrichtung. Natürlich habe ich dem zugestimmt. Ich werde also die Daycaretage nicht mit einbeziehen und meinen Alltag so schildern, wie er ist, wenn ich beide Zwerge Zuhause habe.

7:00 – Weckerklingeln.  Es ist so schön, wenn man einfach nur ein paar Stufen nach Oben gehen muss und in der ‚Arbeit‘ ist. Ich kann außerdem quasi im Schlafgewand zum Arbeiten anfangen. Besonders an Tagen an denen wir nichts besonderes vorhaben oder das Wetter bescheiden ist.

7:30 – Arbeitsbeginn. Mein Arbeitsbeginn startet immer mit knuddeln der zwei Gastkinder. Besonders mein Gastmädchen, S., (9Monate) liebt es, erstmal zu kuscheln und ausgiebig „Guten Morgen“ zu sagen. Meist gehen dann auch nach spätestens 5 Minuten meine Gasteltern aus dem Haus und ich beginne damit, den Kindern Frühstück zu machen.

8:00 – Frühstückszeit. Ich versuche den Kindern möglichst unterschiedliches Frühstück zu bereiten. Ich finde nicht nötig, dass die Kinder jeden Tag etwas anderes essen, aber ich habe Spaß daran, unterschiedliches zuzubereiten. F. isst meist Toast mit Veggiemite (das kommt aus Australien & ist gewöhnungsbedürftig), Honig, Banane oder Avocado. Manchmal möchte er auch Müsli. Die Kleine bekommt mal Oatsmeal mit Joghurt oder Banane, mal einen Bananenbrei, mal ein Toast mit Banane und mal Avocado auf einem Toast. Ja, sie isst Toast. Das mit der Ernährung von Baby’s ist hier ein bisschen anders oder ich habe es einfach noch nie so miterlebt. (Letzteres kann kaum sein!!) Nach dem Frühstück bekommt F. seine ‚bottle‘ – Milch mit Pulver für sein Haut. Während er seine ‚bottle‘ also trinkt, wickle ich S. und ziehe sie an. Danach ist F. dran!! Achja und dann werden natürlich noch die Zähne geputzt!!

8:45 – Spielen und Putzen. Es klappt immer besser dass die Kids spielen und ich Zeit habe, mein Frühstück zu machen, Kaffee zu trinken und die Küche aufzuräumen. F. liebt es mir zu helfen und „kehrt“ dann unter dem Tisch, so, wie das eben ein Zweijähriger macht. Er hilft mir auch gerne die Spülmaschine auszuräumen und wieder einzuräumen.

9:15 – Qualitytime. Wuup Wuup. Jetzt ist Zeit für dies und das. Meistens gehen wir Spazieren zum Spielplatz, Strand oder durch den Park, weil unsere Zwergeline um diese Uhrzeit noch ein Schläfchen hält und das im Kinderwagen prima funktioniert. Außerdem versuche ich so oft es geht raus zu gehen. Vor allem jetzt noch bevor der verregnete Winter angekommen ist.. Manchmal schläft sie aber auch in ihrem Bett und ich habe Zeit mit F. zu backen, Knete herzustellen, zu malen, zu spielen, zu Quatschen oder unseren Kubiert, unser Huhn, zu füttern. (Jaaaa, es ist ein männliches Huhn!!) Donnerstags ist Storytime in der Bücherrei. Dort gehe ich mit beiden hin, weil das für die Kids sehr schön ist und weil ich da Freunde von mir treffe. (Also andere Aupairs mit ihren Kids). Hier gibt es tausend „Playgroups“ – das stelle ich mir vor wie Krabbelgruppen. Und weil ich da andere Aupairs treffen kann, werde ich mir eine Playgroup in meiner Nähe raus suchen.

11:00 – Kochen. Jetzt stehe ich in der Küche, wer hät’s gedacht. Aber für Kinder kochen ist easy peasy. Oft habe ich das Glück, dass wir leftovers vom Vortag haben, die ich einfach aufwärmen kann. Wenn nicht, muss ich eben kochen. Suppe, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Gemüse…. Ganz einfach eben!!

11:30 – lunchtime. Das ist fast die heftigste Zeit. Eigentlich schon ab 11:00. Da sind dann beide hungrig, müde und nervig. Aber bis jetzt habe ich das immer ganz gut auf die Reihe bekommen. Danach siehts halt immer aus wie sonst wo, aber immerhin essen sie das, was ich gekocht habe. (Lacht da jemand??)

12:00 – Mittagsschlaf. So schön, wenn der Große im Bett liegt. Dann mache ich die Küche, räume auf und bringe danach auch das Prinzesschen ins Bett. Dann habe ich Zeit mir etwas zum Essen zu machen. Meistens auch wieder leftovers vom Vorabend. Und dann nehme ich mir oftmals einfach Zeit kurz auf der Couch zu sitzen. Ich habe Sudoku für mich entdeckt. Nach einer halben Stunde ca. raff ich mich auf und mache, was zu machen ist. Meine Aufgaben im Haushalt sind Wäsche waschen von den Kids (aber ich wasche immer was da ist, es lohnt sich oft nicht eine Waschmaschine nur mit den Klamotten der Kinder anzuschmeißen..), die Kinderzimmer aufräumen, Betten waschen von den Kindern (einmal in der Woche!!!!???), saugen und halt Spielsachen aufräumen und die Küche. Das sind alles so Aufgaben, die mehr oder weniger nebenbei gehen.

14:00 – afternoontime. Spätestens jetzt sind die Beiden wieder wach und im Prinzip machen wir nichts anderes als auch an den Vormittagen. Manchmal ist am Vormittag weniger Zeit für irgendwelche specailactivities, dann plane ich das am Nachmittag ein, aber ich glaube, dass hauptsächlich wichtig ist, dass die Kinder spielen können und an die frische Luft kommen. Manchmal treffe ich mich mit anderen Aupairs zu sogenannten Playdates. Dann kommen mich welche besuchen, wir treffen uns am Spielplatz oder ich besuche jemanden. Das ist immer ganz nett.

15:00 – snack. Der Große bekommt jetzt nochmal einen kleinen Snack. Anfangs hat er immer rasins (Rosinen) bekommen. Ich habe eingeführt, dass es erstmal Obst gibt und dann rasins oder Cracker. Nach dem Snack gehen wir dann eigentlich immer raus und bleiben da bis die Eltern heim kommen. Und bis jetzt hatte ich Regentechnisch einfach wahnsinniges Glück!!

17:30 – Feierabend. Feierabend sieht hier bisschen anders aus als wenn ich von meiner Arbeit nach Hause kommen würde. Ich bin um 17:30 zwar off, aber ich bleibe oft trotzdem noch oben, plaudre mit meinen Gasteltern oder helfe noch mit den Kids. Ich bringe den Großen auch oft zu Bett abends, weil er es sich wünscht und das für mich auch einfach zum Familienleben dazu gehört. Ich fühle mich hier wie Teil der Familie und da gehört es sich nicht um 17:30 schnellstens in mein Zimmer zu verschwinden. (Außer ich habe noch etwas vor!!) Ich gehöre hier zur Familie und Aupair ist für mich keine wirklich „Arbeit“. Es ist mehr als würde ich auf meine kleinen Geschwister aufpassen. Natürlich gibt es anstrengende Tage. Aber an solchen Tagen kann ich ja selbst entscheiden, was ich tun kann, damit es besser wird. Das finde ich gut und das hilft viel.

Natürlich hat Aupair sein nicht nur Vorteile, aber welche „Arbeit“ hat das schon? Und es hat garantiert mehr Vorteile als Nachteile. Ich liebe es und ich würde es immer und immer wieder machen. Man muss dazu sagen, dass ich einfach mehr als wahnsinniges Glück mit meiner Familie hatte. Ich hätte es nicht perfekter treffen können… Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen.. Falls noch Fragen offen sind, raus damit, ich beantworte sie gerne!! 🙂 (Kommentieren geht schon, ich muss die Kommentare nur erst freischalten, damit sie sichtbar werden!!)

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