The difference

Was ist eigentlich anders in Neuseeland? Gibt es Dinge die WIRKLICH anders sind? Viele dieser Fragen werden mir aus Deutschland gestellt und deshalb dachte ich, ich schreibe euch mal 10 Dinge auf, die hier anders sind als in Deutschland. Viel Spaß beim Lesen!!

1. Auf der linken Seite der Straße fahren. Gar nicht mal so kompliziert wie ich dachte aber sehr gewöhungsbedürftig. Ich weiß noch genau als ich aus dem Flughafen raus bin, in den Bus hinein und immer das Gefühl hatte, dass wir gleich einen Unfall haben werden, weil es einfach so seltsam war, dass die Autos links fahren und damit natürlich alles anders herum ist… Mittlerweile fahre ich selbst viel und habe festgestellt, dass es komisch ist, in deutschen Filmen die Autos rechts fahren zu sehen. Man gewöhnt sich so schnell um..

2. Englisch. Wer hätte es gedacht. Klar, das ist auch ein großer Unterschied aber auch daran gewöhnt man sich so unbegreiflich schnell. Erst gestern Abend habe ich mir gedacht „Wie krass!“ Ich spreche ja doch sehr viel Deutsch hier aber wir schauen eigentlich nur englische Filme oder eben TV. Und gestern haben mein Hostdad und ich einen deutschen Film geschaut und das war so, so, so seltsam. Ich will nur noch englische Filme schauen. Mein Wortschatz hat sich schon sehr erweitert und auch meine Grammatik wird immer besser (obwohl ich wie gesagt sehr viel Deutsch spreche hier..). Aber alleine durch das ständige hören und täglich auch im Kontakt mit englisch sprachigen Menschen zu sein, hilft ungemein mit meinem eigenen Englisch.

3. Autos vor Fußgänger. Dran werde ich mich wohl niemals gewöhnen. Außer an Zebrastreifen hält hier niemand an um netterweise ein Aupair mit zwei kleinen Kindern über die Straße zu lassen. Das ist mir jetzt ganze zwei Mal passier in den letzten Monaten. Das schätze ich nun in Deutschland sehr, dass die Autofahrer Fußgänger auch einfach mal so „rüber winken“ – das gibt es hier einfach nicht. Hier heißt es „Der Stärkere fährt zu erst!“ und ihr müsstet die Blicke sehen, wenn ich aus Gewohnheit Leute irgendwo über die Straße lasse. Das können die überhaupt nicht begreifen… (Da fühle ich mich immer gleich sooooooo sozial!!)

4. Öffentliche Verkehrsmittel. Die gibt es hier auch und ich hüte mich davor mich jemals wieder über die Deutsche Bahn aufzuregen. Wirklich, die Busse und Züge hier sind eine einzige Katastrophe. Für eine Strecke von normalerweise 15 Minuten braucht der Bus hier manchmal ungelogen 2 Stunden, weil der so kompliziert fährt und man dann meist auch 3 mal oder so umsteigen muss. Außerdem fahren die Busse teilweise nur bis 18:00 oder so ODER sie fahren einfach gar nicht. Entweder man hat Glück oder man hat eben Pech.. Also, genießt bitte die Deutsche Bahn, die ist gar nicht so schlecht wie wir denken. Wir sind einfach nur verwöhnt und wollen immer und überall pünktlich sein und drehen uns viel zu sehr um uns selbst…

5. How are you? Das wird man hier immer gefragt, wenn man jemanden begrüßt. Auch im Laden. Ich schätze das sehr, dass die Leute hier so offen und freundlich sind. Ich habe das meins Wissens nach schon einmal in einem Post erwähnt, aber es gefällt mir einfach und ich kann mir nicht vorstellen, das nicht mehr zu tun wenn ich in Deutschland bin. Wie schön ist es, eine gestresste Kassiererin zu fragen, wie es ihr geht und dabei zu lächeln? Das verschönert ihren und meinen Tag.

6. An der Kasse niemals selber einpacken. Hier wird dir dein Zeug eingepackt. Ich bin nicht der größte Fan davon muss ich sagen. Erstens packen die das Zeug in hunderte von Plastiktüten. Obst in eine, Gemüse in eine, Milch in eine, Reis und Nudeln in eine, Süßes in eine… Obwohl in jeder Tüte noch viel mehr rein gegangen wäre. Wir nehmen schon immer Taschen mit und sagen wir wollen selbst einpacken – da schauen die ganz schön blöd drein. Das Einpacken gehört zum Service und da bestehen die normalerweise drauf. Unser Trick: Wir erzählen ihnen immer wie das in Germany so läuft und dann akzeptieren die das auch mehr oder weniger… 😀

7. Fast keine Raucher. Ich habe Seit März circa 5 Raucher gesehen und das nur in Kneipen. Hier gilt Rauchen als absolut ekelhaft und absolut nicht als cool. Jugendlich siehst du hier überhaupt nicht rauchen. Das ist mit eines der coolsten Dinge an Neuseeland und auch einer der größten Unterschiede wie ich finde. Außerdem wirst du NIEMALS Zigaretten in irgendeinem Laden offen herumstehen sehen. Du musst zu einem Verkäufer gehen (auch in Tankstellen) und exakt nach dem Produkt fragen, welches du haben möchtest. Der Grund: Neuseeland möchte komplett Rauchfrei werden. Der Gedanke dahinter ist, wenn die Zigaretten nicht gesehen werden und du direkt fragen musst, ist es keine so große Versuchung. Vor allem für Teenager und Jugendliche. Und scheinbar funktioniert das ganz gut. Aber die Bevölkerung ist auch einfach zu 95% dagegen und Raucher verziehen sich lieber zum rauchen, wenn sie es absolut nicht lassen können..

8. Erdbeben und Vulkane. Ja, ja. Damit leben die Leute hier in Neuseeland. Das hört sich super dramatisch an. So schlimm ist es nicht – zumindest nicht hier in Auckland. Die letzten 15 Jahre gab es hier kein Erdbeben und der letzte Vulkanausbruch ist Jaaaaahre her. Zum Glück. Ich bete, dass es auch dieses Jahr nicht passiert.. Also dass ein Vulkan ausbricht in der Zeit in der wir leben ist sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich. Ein Erdbeben hingegen könnte immer mal passieren. Das aber häufiger in Christchurch und Wellington – also eher Richtung Süden. Was für mich der große Unterschied ist, das Sicherheitstraining falls dies mal passiert. Es ist Natur, es hat alleine Gott in der Hand und es kann immer passieren. Deshalb ist es PFLICHT eines jeden Haushaltes ein Lebensmittelpaket bereit zu haben und einen großen Tisch. Lebensmittelpaket falls ein Vulkan ausbrechen sollte und die Stadt evakuiert wird und einen großen, stabilen Esstisch falls es ein Erdbeben gibt, dass man sich darunter in Sicherheit bringen kann. Ich bete oft, dass ich das nicht miterlebe und schon gar nicht wenn ich mit den Kids alleine bin..

9. Faszination neuseeländische Häuser. Also wenn man hier umziehen möchte, kann man sein Haus einfach mitnehmen… 😀 Ja tatsächlich und ich habe auch schon ein „fahrendes Haus“ vor mir auf der Straße erlebt. Das sieht unglaublich komisch aus und die ganze Sache ist auch ziemlich seltsam. Wenn man sich überlegt, dass auch unser Haus quasi einfach so weggehoben werden kann… Vielleicht nicht ganz so einfach, aber es geht. Die Fenster sind nicht mal einen Finger dick habe ich das Gefühl und von der nicht existierenden Isolation brauche ich euch ja nichts zu erzählen. Ich habe jetzt einen Heater in meinem Zimmer, weil es mittlerweile drinnen kälter als draußen ist… Die Häuser sind eben Sommerhäuse und nicht für kalte Tage ausgelegt wie bei uns.. Aber das ist auch mal eine lustige Erfahrung. Achja und hier werden Häuser versteigert. Es gibt erst die sogenannten Open Days, da kann man sich das Haus anschauen und dann gibt es den Tag der Versteigerung, da kann man das Haus dann ersteigern. Das habe ich noch nicht erlebt, aber ich werde auf jedenfall mal zu so etwas gehen, möchte das gerne mal sehen..

10. Kreditkarte oder EC-Karte = sehr wichtig!! Hier wird alles mit EC – oder Kreditkarte gezahlt. Selbst ein Dollar. Das ist echt verrückt. Und man gewöhnt sich blöderweise sehr, sehr schnell daran. Ich sollte das mal wieder ändern, denn das ist glaube ich keine soooooo gute Angewohnheit. Mein Hostdaddy sagt immer „Ach, das ist ganz gut, dann sehe ich das Geld, welches ich ausgebe nicht!“. Ansichtssache!! 😀

Du hattest Spaß beim Lesen? Du willst mehr wissen über meine Erfahrungen hier in Neuseeland, mein Leben hier, die Unterschiedlichkeiten (das hier waren nicht alle!!) oder du hast sonst eine ganz bestimmte Frage? Dann fühl dich frei mir einfach eine Mail zu schreiben oder einen Kommentar zu hinterlassen. Ich freue mich auch immer über Feedback!! 🙂

 

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