Throwback Christmas

Hallo meine Lieben!! Endlich ist es soweit und ich mache mich mal daran sämtliche, liegengebliebene Blogposts zu schreiben oder zu fertigen. Mein Ziel ist es, ALLE Posts bis Ende Januar hoch zu laden. Mal sehen, ob ich das schaffe, es sind nämlich einige.

Erstmal möchte ich euch ein gesundes, frohes und gesegnetes neues Jahr wünschen. 

Ich möchte euch in diesem Post ein bisschen über mein Weihnachten in Neuseeland erzählen und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Ich glaube „Wie wird Weihnachten wohl?“ war eine der meist gestellten Fragen meinerseits und auch von euch. Schon bevor ich nach Neuseeland gegangen bin habe ich mir immer wieder vorgestellt wie Weihnachten wohl wird. Ohne meine Familie, ohne die mir vertrauten Traditionen und ohne Kälte sondern im Sommer. Und dann kam der Dezember und mit ihm…. keine Weihnachtsgefühle.

Ich habe versucht die Weihnachtsgefühle aus mir heraus zu locken und habe mit den Kindern Weihnachtslieder rauf und runter gehört und gesungen. Es war ein bisschen absurd „Leise rieselt der Schnee“ zu singen wenn man in kurzer Shorts und Top am Planschbecken sitzt und versucht sich und die Kids abzukühlen weil man es vor Hitze kaum aushält. Ich habe Weihnachtsplätzchen gebacken wie ein Weltmeister (ja, ich habe gebacken, hätte ich selbst nicht geglaubt wäre ich nicht dabei gewesen…) um festzustellen, dass wir gar nicht so viel Platz im Kühlschrank haben. Ich habe geschwitzt beim backen wie noch nie und es war nicht so einfach den Eischaum bei 30 Grad auf die Zimtsterne zu streichen weil er kurz vor dem zerlaufen war. Als vermutlich eine der Einzigen Familien haben wir Nikolaus zelebriert. Nikolaus gibt es hier nicht also dachten wir wäre es doch schön die Nachbarn mit Kindern einzuladen. Wir haben also eine Gartenparty veranstaltet und nach dem Essen kam der barfüßige Nikolaus (mein hostdad) mit dem 11 jährigen Grampus (das war unser Nachbarsjunge – ist der bitte süß?!) völlig schwitzend in unseren Garten gelaufen.  Außerdem habe ich einen Adventskranz gebunden um ihn eine Woche später noch einmal neu zu binden weil er völlig zerbröselt ist. Klar, an all diese Dinge habe ich davor nicht gedacht. Es ist einfach ein Temperaturunterschied im Vergleich zu Deutschland.

Adventskranz .jpg

Zum Weihnachtsfest bin ich am 22. Dezember dann mit meiner hostfamily nach Nelson auf die Südinsel geflogen. Dort haben wir die Schwester meiner hostmum besucht und ihre Eltern getroffen. Am 24. Dezember hat meine hostmum in einem Restaurant an der Strandpromenade reserviert. Das war das Weihnachtsdinner für die Deutschen unter uns. (Mein hostdad und ich) Meine hosteltern haben sich wirklich unglaublich viel Mühe gegeben das Weihnachtsfest auch für mich so schön und angenehm wie möglich zu gestalten. In Neuseeland wird Weihnachten am 25. Dezember morgens gefeiert. In der Nacht auf den Weihnachtstag kommt der Santa durch den Kamin und füllt die stockings mit Kleinigkeiten. Stockings sind die großen Socken die am Kamin hängen und die vermutlich alle unter euch aus amerikanischen Filmen kennen. Zum Frühstücken sind wir dann zu dem Haus meiner hostaunt gefahren. Es gab Waffeln mit verschiedenen Früchten, bacon, Joghurt und vieles mehr. Nach dem Frühstück gab es dann Geschenke. Die liegen hier übriges auch unter einem tannenähnlichen Christbaum. Das Geschenke Auspacken war ein Chaos vom feinsten. Jeder hat zur gleichen Zeit alle seine Geschenke aufgemacht. WOW. Ihr könnt euch nicht vorstellen was für ein Durcheinander das war.. 😀 Mittags gab es dann ein großes Essen mit Lamm, Hühnchen, Gemüse und einem riesigen Nachtisch -buffet. Den Nachmittag haben wir dann einfach im Zusammensein ausklingen lassen. Es war schon echt ein anstrengender Tag, aber auch eine sehr schöne Erfahrung. Ich bin dankbar dass ich eine Gastfamilie habe, die sich wirklich Gedanken um mich macht und will dass es mir gut geht.

sdr
Links das Restaurant – wir saßen oben mit Ausblick aufs Meer. 

Weihnachten hat in mir sehr viel Gefühlschaos ausgelöst. Ich habe mich sehr nach Hause gesehnt. Man hat eben Gedanken wie „ah, jetzt passiert das und jenes Zuhause“ und „jetzt wird gerade dies gegessen und alle sind dabei außer ich“. Eher weniger oft habe ich gedacht „määään, ich feier Weihnachten im Sommer, wer hat diese Chance schon mal?“. Im Nachhinein ärger ich mich ein bisschen, dass ich wieder mal mehr undankbar als dankbar war.

cof

Mitte Dezember hat es sich dann auch ereignet dass ich endlich den Bescheid bekommen habe, dass ich noch länger in Neuseeland bleiben darf. Ich habe die Ungewissheit gehasst. Nicht zu wissen wann ich wieder nach Hause komme war nicht so schön. Ich wusste nicht, ob ich mich darauf einstellen soll, dass ich nach meinem Weihnachtsurlaub packen muss und mich mit dem Abschied auseinandersetzen muss oder ob ich noch bleibe. Montag, der 12.12.2016, kam dann der Anruf meiner Hostmum die mir sagte dass ihr Traum in Erfüllung ging. Das Visum wurde verlängert. Ich saß da und wusste gar nicht recht was ich sagen soll. Ich war erstmal total aufgelöst, weil das Warten endlich vorbei war. Allerdings hatte ich gerade in diesen Tagen sehr Heimweh und da war die Nachricht „hey, du kannst noch ein Jahr länger bleiben!“ nicht so super günstig. Jetzt freue ich mich, dass ich noch bleiben kann und die Zeit hier noch mal anders nutzen und gestalten kann. So wie jetzt werde ich nie wieder ins Ausland gehen und ich möchte diese Chance nutzen. Wann genau ich wieder nach Hause komme kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich möchte sehen wie es mir in den kommenden zwei Monaten geht und werde mich dann entscheiden ob ich Ende Juli/August nach Hause komme oder ob ich bis Dezember bleibe.

Das war mein Weihnachten. Natürlich gäbe es noch so viel mehr zu erzählen, aber es fällt mir schwer hier auf alle Einzelheiten und Details einzugehen. Wenn ihr noch Fragen habt, dann bitte stellt sie einfach!! Ansonsten kommen jetzt nach und nach sämtliche Blogposts und viele Bilder…

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2 Kommentare zu „Throwback Christmas

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