Wanaka

Ich hatte drei Lieblingsorte auf der Südinsel. Drei Orte, die ich einfach wunderschön fand und an die ich mich am liebsten zurück erinnere und ganz oben mit dabei war Wanaka. nz-mapHier könnt ihr mal ganz gut sehen wo auf der Südinsel Wanaka liegt und auch die anderen Orte die wir bereist haben.

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Wanaka ist klein aber fein und genau das hat’s mir angetan. Ich bin nun mal kein Großstadtmensch. Ich liebe es klein und schnuckelig. Das kleine Städtchen liegt am Lake Wanaka, welcher umrandet wird von Bergen. Es könnte auch fast in Deutschland oder Österreich sein finde ich. Auf manchen Bergspitzen konnte man noch Schnee sehen – ja auf der Südinsel gibt es Schnee und es war teilweise echt super kalt. (Wir sind Mädels der Nordinsel und haben natürlich hauptsächlich Sommerkleidung eingepackt – upsi!) In Wanaka hatten wir aber wirklich super Glück mit dem Wetter. Zwar waren wir einen Tag völlig flach gelegen mit Fieber und Erkältung aber das Ausruhen hat uns gut getan und wir haben den Tag trotzdem genutzt und sind ein bisschen in Wanaka und am Lake spazieren gegangen. An diesem Tag haben wir dann auch den „lone tree“ angeschaut. Das ist wohl der umspektakulärste und trotzdem am meist fotografiertester Baum. Er steht nämlich im Wasser, alleine, einfach so als wär nichts dabei! Auch wir standen da, wie alle Touristen und haben tausende von Fotos gemacht. Es sieht halt einfach super schön aus, dagegen ist meiner Meinung nach nichts einzuwenden.

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Dieser Baum steht alleine, im Wasser wie kein Anderer. Er ist anders als alle anderen und er ist klein und irgendwie mickrig und trotzdem ist er der beliebteste und stiehlt all den großen, mächtigen Bäumen die show. Voll die Lebensweisheit, denn jedem geht es doch manchmal so, dass man sich irgendwie so anders fühlt, vielleicht sogar nicht zugehörig und vielleicht übersieht man dann, dass da trotzdem so viele Menschen sind, die einen so sehr mögen und schätzen, gerade weil man anders ist als es die Welt vorgibt! (Kleine Weisheit zur Mitte des Februars! :D)

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Der Weg ist das Ziel!

Dieser Blog steckt voller Weisheiten, denn eine der absolut besten Erfahrungen in meinem Leben (!!!) war der climb des Roys Peak. Für manche mag das eine nette Wanderung sein, für mich war es ein climb. Also erstens waren wir ja beide ziemlich erkältet und deshalb nicht in Topform. Aber wir wollten unbedingt auf den Roys Peak, denn die Sicht von dort oben „is supposed to be awesome“ – da können wir ja nicht nein sagen.

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Also haben wir uns auf den Weg gemacht. Wir dachten ja, dass wir von Wanaka in circa 20 Minuten am Roys Peak sind – ähm ja. Herausgestellt hat sich, dass wir zwei Stunden allein zum Start des Roys Peak Treck gebraucht haben. Na gut, wir haben es durch gezogen und haben nach zwei Stunden Wanderung in der Affenhitze unseren climb auf den Roys Peak gestartet. Es sah von unten eigentlich ziemlich Harmlos aus und ich dachte dass wir es bestimmt in 1,5 bis 2 Stunden schaffen. Nach 1,5 Stunden war die Sicht zwar schon echt mega aber wir waren halt noch lange nicht am Ende.

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Wie oft habe ich gedacht „jetzt gebe ich auf, jetzt kann und will ich nicht mehr!“ Es war echt hart, teilweise ging es super, super steil bergauf und ich fand das Schlimmste war eigentlich, dass ich auch einfach das Ende nicht sehen konnte, ich konnte teilweise auch nicht mal sehen wo der Weg eigentlich hinführt. Es war wirklich hart. Aber es hat sich mehr als ausgezahlt. Das Ankommen am Ziel nach drei Stunden (ohne die zwei Stunden Wanderung) bergauf steigen war ein unglaubliches Gefühl. Die Sicht war der absolute Wahnsinn und ich habe den „Schmerz“, das Denken ans Aufgeben und die schlechte Laune vergessen. Hier würde man sagen „it was absolutley worth it!!“ Ihr seht es ja auf den Bildern, es war unbeschreiblich.

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Das Herunterlaufen war zwar auch anstrengend aber auf eine andere Art und Weise. Wir konnten uns dann auch unterhalten, weil wir a.) beide besser gelaunt waren und b.) die nötige Puste dazu hatten. Und da ist mir bewusst geworden, was für ein schönes Bild dieser Roys Peak und diese „Wanderung“ ist. Es geht im Leben oft so steil auf, man sieht den Weg und das Ziel nicht, man will aufgeben. Aber irgendwie schafft man es dann doch – vielleicht Motivation, andere Menschen die einen pushen, Ehrgeiz. Und am Ziel angekommen ist der harte Weg oftmals nur noch verschwommen in Erinnerung und es bleibt das Gefühl am Ziel zu stehen. Oft sieht man am Ziel auch erst die unglaubliche Aussicht und warum man den harten Weg gehen musste. Natürlich gibt es auf dem Weg auch immer mal wieder schöne Aussichten aber man weiß, dass es nicht das Ziel ist. Natürlich könnte man sich damit schon zufrieden geben und es irgendwie als Ausrede benutzen „ich hatte nicht das Bedürfnis noch weiter zu gehen, es ist doch so und hier auch schon voll schön!“. Aber man weiß selber, dass einem am Ziel noch viel, viel mehr erwartet.

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Der Roys Peak wird mir ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Dieser Tag hat mich so viel gelehrt. Der Weg ist das Ziel passt hier wie die Faust aufs Auge. Wäre ich einfach mit einem Heli nach oben geflogen wäre es auch schön gewesen und die Aussicht wäre genauso der Hammer gewesen, aber ich hätte niemals diese Erfahrung und diese Erinnerungen mitgenommen. Ich bin so froh, dass ich nicht aufgeben habe und ich möchte mir diesen Tag immer wieder in Erinnerung rufen, wenn mein Weg mal hart, steil und blöd ist!!

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Und entschuldigt die Bilderflut, ich konnte mich nur einfach nicht entscheiden welche Bilder ich nehme und welche überflüssig sind… 😀

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